Beim Hören des Debüts dieser Band wird man wahrhaftig in Abgründe gesogen. Und dies so elegisch schön, das man fast schon freudige Angst bekommt! Also lassen wir uns mitreißen:

Jeder der 8 Titel ist vollgepackt mit Hammer-Riffs, Melodien bis zum Abwinken, technisch doch äußerst ordentlich knüppelndes Schlagzeug und feine Black/Death Vocals mit durchdachten deutschen und englischen Texten. Diese passen genau in das recht anspruchsvolle, aber auch eingängige Bild dieses Albums.
Und das alles ohne aufgesetzt nervige Keyboards. Was soll ich sagen, ein rundum gelungenes Werk.
Gut, aufgrund der eingängigen Melodien besteht die Gefahr sich das Album schnell zu überhören, das gebe ich zu.Wer grade nur Endzeit-super-böse-durchknüppel-underground-BM möchte, sollte auch die Finger davon lassen, allein schon wegen der sauberen, aber druckvollen Produktion, welche gerade im Black-Metal für ein Debüt echt verdammt gut ist! Wer's hart aber abwechslungsreich und auch gern mal mit längeren Aufbauten und vielen Soli mag, und das alles nicht in so 'ner fröhlichen Keyboard-Atmosphäre, der muss sich "In Die Abgründe" unbedingt anhören.

Als Anspieltipps empfehle ich "Moorleiche" und "Der Brief"( wohl schon fast ne Ballade oder so, hehe) aber echt, man sollte jeden Titel mal anhören, auch der letzte und Titel-Track mit 13 Minuten weiß zu überzeugen. Einzig Titel 7 "Vulva Stellaris" ging mir sofort aufn Sack (denkt mal drüber nach...)
Die Atmosphäre auf diesem Album überzeugt mich sehr, nach Helrunars Frostnacht ist dies gleich mein zweites Lieblingsalbum aus unseren Landen vom letzten Jahr. Mal schaun ob's nicht bald ein komplexeres Nachfolgewerk gibt...
Man darf gespannt sein.

Insignium · In die Abgründe · 2005

Redaktion

verfasst von LordOfChaos
vom 01.07.2006

9 / 10

Playlist

01 - Moorleiche
02 - Der Kämpe
03 - Emotional Suicide
04 - Bunkerkrieg
05 - Gefistet
06 - Der Brief
07 - Vulva Stellaris
08 - In die Abgründe