So richtig versteh ich’s nicht. Irgendwer muss den Labels eingetrichtert haben, dass Old School Death Metal immer geht. Und so bringen Cyclone Empire Puteraeons neues Album auf einen Markt, der eigentlich ziemlich satt sein müsste. Die Schweden haben mit ihrem Erstling „The Esoteric Order“ 2011 einiges an Aufmerksamkeit bekommen, also schießt man schnell das nächste Album nach, bevor sich der Trend wieder abkühlt. Thema diesmal: „Cult Cthulhu“.

Jaha, das Lovecraftsche Tentakelmonster muss mal wieder als Thema für eine Metalscheibe herhalten. Passt natürlich super zusammen: Ausgelutschtes Thema trifft auf ausgelutschte Musikrichtung. Fehlt eigentlich nur noch eins zum Trio de la Standard. Genau, Rogga Johansson bekommt einen Gastauftritt spendiert.

Man muss aber zugeben, es ist nicht alles schlecht. Puteraeon variieren immer wieder die Geschwindigkeit und versuchen sich zumindest an eingängigen Melodien, bleiben damit aber weit von der Qualität besserer Genrevertreter wie Demonical oder Evocation entfernt. Genre-Fans, die sich Entrails, Demiurg, Maim, Paganizer und Konsorten schon überhört haben, greifen zu, ich spar mir mein Geld lieber für die neue Grave oder Unleashed.

Puteraeon · Cult Cthulhu · 2012

Redaktion

verfasst von Furfighter
vom 28.05.2012

6 / 10

Playlist

01 - The Great Epidemic of 1846
02 - Children of Dagon
03 - The Azathoth Cycle
04 - Shoggoth
05 - Flesh Architect
06 - In the Vault
07 - Conlaceratus
08 - Walking With Shadows
09 - Shapeshifter
10 - A Bolt From the Grave
11 - Liberation