Die Meinungen zu diesem Werk werden auseinander gehen. Auch für mich ist es eine Axt mit 2 Klingen. Aber der Reihe nach: Was ist positiv anzumerken: Das Albumcover ist weitaus besser geraten als das von „Versus The World“, welches eher an Manowar statt an schädelspaltende Wikinger erinnerte. Soundtechnisch ist dieses Album auf hohem Niveau, der Ohrwurmanteil überdurchschnittlich hoch, ABER:

War die Vorliebe der Schwedischen Krieger für Midtemponummern schon auf dem Vorgängeralbum erkennbar, leben sie diese nun deutlich aus, was man dem Songwriting deutlich anmerkt. Nicht das wir uns falsch verstehen: Im Prinzip ist alles beim Alten. Schöne Melodiebögen wechseln mit aggressiven Riffs und Frontmann Johan Hegg trägt seine Geschichten aus voller Kehle vor. Leider verpassen es die Jungs, an den richtigen Stellen noch einen Gang hoch zu schalten. Schade, wenn man sich die Vorgängeralben im Vergleich heranzieht. Das Songwriting schafft es, einige Nummern aus der Belanglosigkeit zu ziehen und sichert Amon Amarth hier knapp den 8 Punkt. Was bleibt nach dem Durchhören festzustellen? Highspeedgebolze ist nicht alles, manchmal aber doch mehr, Amon Amarth bleiben auf ihrem Kurs, der mir die Stirn in Falten wirft und mit dieses Album ihre Fanhorde noch einmal erweitern wird.

Amon Amarth · Fate Of Norns · 2004

Redaktion

verfasst von Furfighter
vom 13.06.2006

8 / 10

Playlist

01 - An Ancient Sign of Coming Storm
02 - Where Death Seems to Dwell
03 - The Fate of Norns
04 - Pursuit of Vikings
05 - The Valkyries Ride
06 - Beheading of a King
07 - Arson
08 - Once Sealed in Blood