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Wer hat eigentlich diesen plötzlichen Schwall an nachdenklichen Metal Bands zu verantworten, die sich ohne Hemmungen in ausladenden düsteren Rifforgien ergehen und dabei ohne Probleme Post Rock mit Doom und althergebrachtem nordischen Black Metal kombinieren? Ganz gewiss haben Bands wie Wolves In The Throne Room, deren Hypephase zum Glück langsam wieder abebbt, Agalloch oder Austere ihren Anteil daran, dass mittlerweile jeder traurige Jugendliche seine 20 Minuten-Rausch-Eskapaden auf YouPornTube hochlädt. Wo viel Dreck ist, findet sich zum Glück auch der ein oder andere Diamant und Altar of Plagues können definitiv dazu gezählt werden.
Das liegt auch daran, dass die Iren nicht erst seit gestern Musik machen sondern mit „Mammal“ neben einigen EPs nun ihr zweites Album auf den nimmersatten Metalmarkt werfen. Die Zutaten sind dabei immer ziemlich dieselben geblieben: Raue, wütende Riffwände treffen auf hypnotisch dahinwabbernde Klangteppiche. Die Verbindung gelingt Altar of Plagues wie auf dem Vorgänger exzellent, auch wenn einige Hörer in den sperrigen Kompositionen die ein oder andere Länge entdecken können. Aber da ist der Grad bei athmosphärischem Black Metal eh schmal. Wer auf der Suche nach stimmungsvollem Metal im Stil der angesprochenen Bands ist, liegt mit Altar of Plagues definitiv richtig. Die Iren sind vielleicht nichts besonderes mehr, machen aber alles richtig.
| Playlist: |
01 - Neptune is Dead 02 - Feather and Bone 03 - When the Sun Drowns in the Ocean 04 - All Life Converges to Some Center |