
Wenn Satyricon nach 23 Jahren Bandbestehen das achte Album schlicht "Satyricon" nennen, steckt dahinter schon eine Aussage. Zum Beispiel, dass sie keine Ideen mehr für Albumtitel haben. Das Album streamt derzeit bei bild.de, der ersten Anlaufstelle für "oldschooligen Black Metal", aber leider höre ich absolut nichts, was angeblich "die Evolution der letzten drei Alben durchbrechen soll". Vielleicht findet man auf "Satyricon" hier und da etwas ungewöhnliche Elemente (durchaus gelungener Klargesang bei "Phoenix"), zu 80% stampfen aber die typischen "Black Lava"-Riffs.
Nebenbei kann man im Interview außerdem erfahren, dass Satyr fast ein Weinbuch geschrieben hätte, ihm aber dann eingefallen ist, dass er eigentlich Black Metal machen sollte. Außerdem findet er die heutigen Popmusik-Produktionen alle furchtbar schlecht. Vielleicht sollte der gute Mann mal ein bisschen Alt-J hören. Analoge Produktionen kriegt heutzutage übrigens jede mittelprächtige Stoner- und USBM-Band besser hin. Naja, was soll man auch von einem Formel 1-Fan halten, der ernsthaft Ferrari-Fan ist. Kimi Räikkönen FTW!